Radonmessung in Innenräumen

Wie gelangt Radon ins Haus?

Radon kann auf unterschiedlichen Pfaden ins Gebäude eintreten. Ausgangspunkt sind dabei meist die erdberührenden Teile eines Gebäudes, denn das Radongas kommt aus dem Erdinneren und sucht sich von dort den Weg nach oben in die Atmosphäre.

Ist auf dem Weg nach oben ein Gebäude im Weg, kann es durch Schwachstellen in der Gebäudehülle ins Gebäudeinnere gelangen und sich dort zu gesundheitsschädlichen Konzentrationen anreichern.

Als beispielhafte Schwachstellen seien hier Risse, Fugen zwischen Bodenplatte und Wänden oder auch Durchführungen für Versorgungsleitungen genannt. Häufig finden sich im Gebäudeinneren auch Installationsschächte für Elektroleitungen oder Zu- und Abwasserleitungen. Einmal im Gebäude angekommen, kann das Radongas dann durch diese Kanäle in das gesamte Gebäude gelangen.

Eintrittspfade von Radon

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Wie stelle ich fest, ob ich ein Radonproblem habe?

Das Radongas kann man nicht riechen, schmecken oder sehen. Es ist mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar. Wir benötigen daher Messgeräte, um eine Radonbelastung nachweisen zu können.

Die einfachste und kostengünstigste Methode stellen dabei sogenannte passive Kernspurdetektoren dar. Sie werden in den zu messenden Räumen platziert und so für einen gewissen Zeitraum der (radonhaltigen) Raumluft ausgesetzt. 

Diese Radondetektoren enthalten einen hochreinen Spezialkunststoff, welcher auf Radongas reagiert und auf diesen kleine Einschlüsse (Kerne) hinterlässt. Nach Ablauf der Messdauer, werden die Detektoren ins Labor geschickt und dort ausgewertet. Je nachdem wie lange die Messdauer war und wie viele “Kerne” erkennbar sind, lässt sich die Höhe der Radonkonzentration bestimmen.

Das klingt teuer? Ist es aber nicht. In unserem Radon-Shop finden Sie gesetzlich anerkannte und zertifizierte Radondetektoren vom Weltmarktführer. Im Preis ist stets die Laboranalyse und der Messbericht inklusive!

 

Messdauer
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  • Zertifziert nach DIN ISO 11665-4
  • Inkl. Laboranalyse und Messbericht

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  • Inkl. Laboranalyse und Messbericht

Wann gilt ein Raum als radonbelastet?

Die Radonkonzentration wird gemessen in Becquerel pro Kubikmeter Raumluft. Becquerel bezeichnet dabei die Anzahl der Radonatome, welche pro Sekunde zerfallen (und dabei gesundheitsschädliche Alphastrahlung emittieren). Der Gesetzgeber hat im § 124 Strahlenschutzgesetz einen Referenzwert definiert:

Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter. […]

Dieser Referenzwert ist kein Grenzwert, welcher nicht überschritten werden darf. Vielmehr dient der Referenzwert als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Maßnahmen zum Schutz vor Radon.

In welchen Räumen sollten Radonmessungen durchgeführt werden?

Das Radongas führt beim Einatmen nicht unmittelbar zu Lungenschäden. Die Wahrscheinlichkeit einer Lungenkrebserkrankung steigt mit der Dauer, die der menschliche Körper dem Radongas ausgesetzt ist.

Folgend sollten also alle Räume gemessen werden, in denen Sie sich mehrere Stunden am Tag aufhalten. Dazu zählen im allgemeinen Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Gästezimmer, Esszimmer, etc.

Zudem empfehlen wir – sofern vorhanden – auch im Keller eine Radonmessung durchzuführen. In Kombination mit den Messergebnissen aus den Wohnräumen können im Falle von erhöhten Radonkonzentrationen geeignete Schutzmaßnahmen abgeleitet werden.

Wann sollte eine Radonmessung stattfinden?

Bedingt durch unterschiedliche Wetterverhältnisse, Luftdruckunterschiede und dem Lüftungsverhalten schwankt die Radonkonzentration im Jahresverlauf. In der nebenstehenden Abbildung ist dieser Verlauf idealisiert dargestellt.

Die Radonbelastung in Innenräumen ist demnach im Winter, um den 15. Januar herum, am größten. Dahingegen ist im Sommer, um den 15. Juli herum, die Radonbelastung am niedrigsten.

Um den Jahresmittelwert der Radonbelastung eines Raumes exakt bestimmen zu können, sollte eine Radonmessung über den gesamten Jahresverlauf durchgeführt werden.

Wenn jedoch Ziel der Radonmessung ist abzuschätzen, ob ein Radonproblem in einem Raum bzw. Gebäude vorliegt, muss nicht zwangsläufig über ein ganzes Jahr gemessen werden. Je nach Jahreszeit bieten sich unterschiedliche Messstrategien an.

 

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Radonmessung in der Winterzeit

Mit einer Radonmessung in der Winterzeit haben wir die Möglichkeit die höchste Radonbelastung innerhalb eines Jahres zu erfassen.

Dieser Zeitraum beginnt etwa am 15. Oktober und geht bis zum 15. April. Mit dem Messergebnis einer Radonmessung aus diesem Zeitraum lassen sich folgende Aussagen ableiten:

  • Die gemessene Radonkonzentration liegt unter 300 bis 400 Becquerel je Kubikmeter: Der gemessene Raum hat tendenziell kein Radonproblem, da der Jahresmittelwert geringer sein wird (und damit unterhalb des gesetzlichen Referenzwertes liegt).
  • Die gemessene Radonkonzentration liegt über 400 Becquerel je Kubikmeter: Ob ein Radonproblem vorliegt, lässt sich ohne weitere Radonmessung in der Übergangs- oder Sommerzeit nicht eindeutig abschätzen.

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Radonmessung in der Übergangszeit

Eine Radonmessung in der Übergangszeit eignet sich sehr gut, um dem tatsächlichen Jahresmittelwert annähernd zu bestimmen.

Die Übergangszeit beschreibt den Zeitraum zwischen 6 Wochen vor und 6 Wochen nach dem 15. April beziehungsweise 15. Oktober. Mit dem Messergebnis einer Radonmessung aus diesem Zeitraum lassen sich folgende Aussagen ableiten:

  • Die gemessene Radonkonzentration liegt unterhalb 250 bis 350 Becquerel je Kubikmeter: Der gemessene Raum hat tendenziell kein Radonproblem.
  • Die gemessene Radonkonzentration liegt über 350 Becquerel je Kubikmeter: Im gemessenen Raum liegt tendenziell ein Radonproblem vor. Es sollten Maßnahmen zum Schutz vor Radon getroffen werden.

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Radonmessung in der Sommerzeit

Mit einer Radonmessung in der Sommerzeit lässt sich die niedrigste Radonbelastung eines Jahres erfassen.

Die Sommerzeit beschreibt den Zeitraum zwischen dem 15. April und dem 15. Oktober. Mit dem Messergebnis einer Radonmessung aus diesem Zeitraum lassen sich folgenden Aussagen ableiten:

  • Die gemessene Radonkonzentration liegt über 250 Becquerel je Kubikmeter: Der gemessene Raum hat tendenziell ein Radonproblem, da der Jahresmittelwert höher sein und damit über dem gesetzlichen Referenzwert liegen wird.
  • Die gemessene Radonkonzentration liegt unterhalb 250 Becquerel je Kubikmeter: Ob ein Radonproblem vorliegt, lässt sich ohne weitere Radonmessung in der Übergangs- oder Winterzeit nicht eindeutig abschätzen.

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Ablauf einer Radonmessung

01

Bestellen Sie die notwendige Anzahl an Detektoren.

02

Stellen Sie in jedem zu messenden Raum einen Detektor gemäß beiliegenden Instruktionen auf.

03

Im Lieferumfang befinden sich Zugangsdaten zu unserem Online-Portal. Loggen Sie sich ein und geben Sie das Startdatum der Messung ein.

04

Nach Ablauf der gewünschten Messdauer, loggen Sie sich erneut ein und geben das Stoppdatum der Messung ein.

05

Zur Auswertung der Messergebisse, senden Sie die Detektoren per Brief oder Paket an unseren Logistikpartner:
Unitronic GmbH, Hellersbergstraße 10a, 41460 Neuss 

06

Spätestens nach zwei Wochen erhalten Sie Ihre Messergebnisse von uns zugeschickt.

Warum Sie mit uns messen sollten

Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt. Darum bemühen wir uns stets den bestmöglichen Support und die effizientesten Lösungen zu bieten.

ASPERON UG (haftungsbeschränkt) ist staatlich anerkannter Anbieter von Radon-Messungen an Arbeitsplätzen